ChatGPT ist die allgemeine KI-Anwendung von OpenAI und verbindet einen dialogbasierten Assistenten mit Websuche, Dateiverarbeitung, Bildfunktionen, Datenanalyse, Sprachgesprächen und weiteren Arbeitsbereichen. Nutzer können Fragen stellen, Texte entwickeln, Inhalte erklären oder zusammenfassen lassen, Dateien hochladen, Bilder analysieren, Tabellen auswerten, aktuelle Informationen recherchieren und Programmieraufgaben bearbeiten. Für längere Themen gibt es Projekte, die Chats, Dateien und Anweisungen bündeln. Zusätzlich unterscheidet OpenAI inzwischen stärker zwischen dem normalen Chat, ChatGPT Work für mehrstufige Wissensarbeit und Codex für Softwareentwicklung. Welche Modelle, Werkzeuge und Limits verfügbar sind, hängt vom Tarif, der Plattform, der Region und teilweise vom jeweiligen Konto oder Workspace ab.
Bei normalen Unterhaltungen funktioniert ChatGPT wie ein vielseitiger Assistent: Eingaben können als Text, Datei, Bild oder je nach Oberfläche auch per Sprache erfolgen. Das System kann daraus Entwürfe, Erklärungen, Zusammenfassungen, Vergleiche, Übersetzungen, Ideen, Tabellenanalysen oder Code erzeugen. Folgefragen bauen auf dem bisherigen Gesprächskontext auf. Für wichtige Aussagen sollte die Antwort trotzdem kontrolliert werden, weil Sprachmodelle plausible, aber falsche Inhalte erzeugen können. OpenAI weist selbst darauf hin, dass Antworten nicht immer korrekt sind. Besonders bei rechtlichen, medizinischen, finanziellen oder anderen folgenreichen Themen sollte ChatGPT daher als Arbeits- und Recherchehilfe verstanden werden und nicht als automatisch verbindliche Fachentscheidung.
Die aktuelle Modellfamilie ist GPT-5.6. Im normalen Chat verwenden Free- und Go-Nutzer GPT-5.6 Luna für alltägliche Textchats; diese Chats sind laut OpenAI grundsätzlich unbegrenzt, unterliegen aber Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch. Für Datei-Uploads, Bildgenerierung, Sprache, Datenanalyse und andere Werkzeuge gelten davon getrennte Kontingente. Manuell gewähltes stärkeres Reasoning mit GPT-5.6 Sol ist für berechtigte kostenpflichtige Tarife vorgesehen. Pro-Nutzer erhalten zusätzlich Zugriff auf GPT-5.6 Sol Pro für besonders anspruchsvolle Aufgaben. OpenAI rollt neue Modelle und einzelne Einstellungen schrittweise aus, weshalb die tatsächlich sichtbare Modellwahl zwischen Konten vorübergehend abweichen kann.
Der dauerhafte Free-Tarif macht ChatGPT ohne zeitlich begrenzte Testphase nutzbar. Für ToolWissen ist deshalb der Einstiegspreis 0 Euro und das Feld Testphase bleibt sauber bei „Keine Testphase“. Der kostenlose Zugang ist funktional nicht identisch mit den Bezahlplänen: Uploads, Bilder, Voice, Deep Research, Memory, Kontext und weitere Werkzeuge besitzen niedrigere oder eigene Limits. Projekte sind auch im Free-Tarif verfügbar; aktuell können Free-Nutzer bis zu fünf Dateien je Projekt hinterlegen. Go erhöht unter anderem die Nutzung ausgewählter Werkzeuge und den verfügbaren Kontext, Plus erweitert Reasoning, Uploads, Deep Research, Codex und Work, während Pro höhere Kontingente und Sol Pro ergänzt. Business, Enterprise und Edu richten sich an verwaltete Arbeitsbereiche mit zusätzlichen Verwaltungs-, Sicherheits- und Organisationsfunktionen.
Die Websuche ergänzt das Modellwissen um aktuelle Informationen. ChatGPT kann das Web durchsuchen, passende Quellen öffnen und Links zu verwendeten Seiten anzeigen. Das ist besonders hilfreich für Nachrichten, Preise, Produktänderungen, Recherchen oder andere Themen, die sich schnell verändern. Deep Research geht weiter: Es ist für umfangreichere, mehrstufige Recherche gedacht, kann mehrere Quellen untersuchen, Informationen zusammenführen und einen strukturierten Bericht erstellen. Je nach Berechtigung lassen sich dabei auch hochgeladene Dateien und freigegebene verbundene Datenquellen einbeziehen. Die Quellenanzeige verbessert die Nachprüfbarkeit, ersetzt aber nicht die Kontrolle besonders wichtiger Originalquellen.
Bei Dateien unterstützt ChatGPT typische Dokument-, Tabellen- und Präsentationsformate sowie Bilder. Texte und PDFs können zusammengefasst, verglichen oder nach bestimmten Informationen durchsucht werden. Tabellen lassen sich analysieren; ChatGPT kann Berechnungen durchführen, Daten strukturieren und Ergebnisse visualisieren. Für Uploads gelten technische Grenzen je Datei und je Tarif. OpenAI nennt unter anderem 512 MB als allgemeines Dateilimit, zusätzliche Größen- oder Tokenlimits für bestimmte Dateitypen sowie eigene Projekt- und Speichergrenzen. Diese Werte können sich ändern und gehören deshalb zu den Angaben, die vor einer späteren Aktualisierung erneut geprüft werden sollten.
Bildfunktionen gehören inzwischen zum regulären ChatGPT-Umfang. Nutzer können aus einer Beschreibung neue Bilder erzeugen und vorhandene Bilder mit Anweisungen verändern. Hochgeladene Fotos oder Grafiken können außerdem als Kontext für Fragen dienen, etwa um Inhalte zu erkennen, Text aus einem Bild zu erfassen oder sichtbare Details zu erklären. Sprachfunktionen ermöglichen natürliche Gespräche ohne reine Texteingabe. Der genaue Umfang von Bildgenerierung, Voice und Video hängt vom Tarif und von den jeweils geltenden Nutzungslimits ab. Im kostenlosen Tarif sind diese Funktionen stärker begrenzt als in den höheren Plänen.
Projekte eignen sich für länger laufende Themen, weil Chats, Dateien und projektbezogene Anweisungen an einem Ort gesammelt werden können. Nutzer können unbegrenzt viele Projekte anlegen; die Zahl der Dateien pro Projekt unterscheidet sich nach Tarif. Memory ist davon getrennt: Wenn die Funktion aktiviert und verfügbar ist, kann ChatGPT hilfreiche Informationen aus früheren Unterhaltungen berücksichtigen, damit wiederkehrender Kontext nicht jedes Mal neu erklärt werden muss. Nutzer können gespeicherte Erinnerungen verwalten. Temporäre Chats sind für Gespräche gedacht, die nicht im normalen Chatverlauf erscheinen und keine neuen Memory-Einträge erzeugen sollen.
Geplante Aufgaben erweitern ChatGPT um spätere oder wiederkehrende Ausführungen. Je nach verfügbarem Funktionsumfang können Erinnerungen, regelmäßige Zusammenfassungen oder bedingte Prüfungen eingerichtet werden. In ChatGPT Work wurden diese Möglichkeiten 2026 weiter ausgebaut: Aufgaben können auf unterstützte App-Ereignisse reagieren, darunter neue Gmail-Nachrichten, Slack-Nachrichten oder GitHub-Pull-Request-Aktivitäten. Außerdem lassen sich Aufgaben in bestimmten Business-Kontexten teilen. Solche Automationen sind nicht mit einer frei programmierbaren allgemeinen API gleichzusetzen; sie sind Teil der jeweiligen ChatGPT-Arbeitsfunktionen und unterliegen deren Berechtigungen und Limits.
ChatGPT Work ist für Aufgaben ausgelegt, die über eine einzelne Chatantwort hinausgehen und ein fertiges Arbeitsergebnis erzeugen sollen. Dazu können Dokumente, Tabellen, Präsentationen, Berichte, Analysen oder Sites gehören. Work kann mehrere Schritte koordinieren und auf unterstützten Plattformen verbundene Apps oder einen integrierten Browser nutzen. Codex ist dagegen der auf Softwareentwicklung spezialisierte Bereich. Dort geht es um Codeänderungen, Tests, Fehlersuche, Terminalbefehle, Repository-Arbeit und weitere Entwicklerabläufe. Codex ist in ChatGPT-Tarife integriert, während die OpenAI API ein eigenständiges Entwicklerprodukt mit separater Abrechnung bleibt.
Bei eigenen GPTs besteht im August 2026 ein offizieller Dokumentationskonflikt. Die allgemeine ChatGPT-Preisseite nennt bei Plus und Pro weiterhin Projekte, geplante Aufgaben und Custom GPTs. Die speziellere aktuelle Free-FAQ erklärt dagegen, dass persönliche Free-, Go-, Plus- und Pro-Konten keine neuen GPTs erstellen oder veröffentlichen können; vorhandene GPTs können weiter genutzt werden. Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces können GPTs je nach Workspace-Einstellungen und Berechtigungen weiterhin erstellen. Wegen dieses Widerspruchs wird die Erstellung eigener GPTs in dieser ToolWissen-Fassung nicht als sicher verfügbare allgemeine Privatkundenfunktion dargestellt.
ChatGPT ist im Web sowie offiziell auf iPhone, iPad und Android verfügbar. OpenAI bietet außerdem Desktop-Anwendungen und Arbeitsbereiche für Windows und macOS an. Die mobilen Apps synchronisieren den Chatverlauf kontobasiert und unterstützen abhängig vom Gerät Funktionen wie Bild-Upload, Bildgenerierung und Voice. Die deutsche iOS-Seite führt Deutsch und zahlreiche weitere Sprachen auf. Für die ToolWissen-Taxonomien werden deshalb alle im vorhandenen Systemkatalog belegten Oberflächensprachen verwendet, die von ChatGPT unterstützt werden. Die eigentliche Modellkommunikation kann darüber hinaus in vielen weiteren Sprachen funktionieren, was jedoch nicht mit einer vollständig lokalisierten Benutzeroberfläche gleichgesetzt werden sollte.
Für Personen im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz nennen die europäischen Nutzungsbedingungen OpenAI Ireland Ltd als Diensteanbieter. Als Sitz wird Dublin in Irland angegeben. OpenAI selbst wurde 2015 gegründet; dieses Jahr beschreibt die Unternehmensgründung und darf nicht mit dem Produktstart von ChatGPT im Jahr 2022 verwechselt werden. Die OpenAI API, ChatGPT Business und andere Geschäftsdienste können teilweise eigenen Vertragsbedingungen folgen. Deshalb ist es wichtig, bei geschäftlicher Nutzung nicht automatisch die Regeln eines persönlichen ChatGPT-Kontos auf jeden Unternehmens- oder API-Einsatz zu übertragen.
Beim Datenschutz bietet OpenAI verschiedene Kontrollen an. Persönliche Nutzer können in den Einstellungen festlegen, ob neue Inhalte zur Verbesserung der Modelle verwendet werden dürfen. Temporäre Chats sind von der normalen Verlauf- und Memory-Nutzung getrennt. Für Business-, Enterprise- und Edu-Angebote gelten andere Datenregeln; OpenAI erklärt für Geschäftsdaten, dass Kundeneingaben und -ausgaben standardmäßig nicht zum Training der Modelle verwendet werden. Zusätzlich nennt OpenAI Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung sowie Sicherheits- und Compliance-Zertifizierungen für Geschäftsdienste. Daraus folgt jedoch keine pauschale Garantie, dass jeder denkbare Einsatz automatisch DSGVO-konform ist. Unternehmen müssen insbesondere Datenarten, Verträge, Einstellungen, Unterauftragnehmer, Speicherorte und den konkreten Zweck selbst prüfen.
Seit dem 24. August 2026 ist ChatGPT Ads auch in Deutschland verfügbar. Anzeigen können bei Free- und Go-Konten erscheinen; Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben laut OpenAI werbefrei. OpenAI beschreibt Anzeigen als getrennt von den eigentlichen ChatGPT-Antworten und erklärt, dass Werbetreibende keinen Zugriff auf private Unterhaltungen erhalten. Für Free-Nutzer existiert zusätzlich eine werbefreie Variante mit niedrigeren Nutzungslimits und weniger Funktionen. Diese Werbelogik ist für die Einordnung des kostenlosen Tarifs relevant, ändert aber nichts daran, dass der dauerhafte Einstiegspreis weiterhin 0 Euro beträgt.
Externe Bewertungen zeigen ein deutlich gemischteres Bild als reine Funktionslisten. Die offizielle Android-App besitzt mit Abstand die größte sichtbare Bewertungsbasis und liegt aktuell bei 4,8 von 5 Sternen und rund 53,6 Millionen Reviews; der deutsche Apple App Store zeigt 4,7 von 5 bei rund 1,6 Millionen Bewertungen. Softwareportale wie G2, Capterra, TrustRadius, Product Hunt oder OMR liegen überwiegend deutlich höher als Trustpilot, wo das direkte chatgpt.com-Profil aktuell nur 1,6 von 5 erreicht. Solche Plattformen erfassen unterschiedliche Nutzergruppen und Bewertungssituationen, deshalb werden ihre Zahlen nicht zusammengerechnet. Für die ToolWissen-Hauptbewertung ist allein die Quelle mit der größten sichtbaren Bewertungsanzahl maßgeblich: Google Play.
In Nutzerbewertungen werden vor allem Vielseitigkeit, schnelle Textarbeit, Brainstorming, Recherche, Codehilfe und Zeitersparnis positiv hervorgehoben. Wiederkehrende Kritik betrifft dagegen selbstbewusst formulierte Fehler, schwankende Ergebnisse, generische Formulierungen, Nutzungslimits und Änderungen an Modellen oder Funktionen. Genau diese Punkte erklären, warum ChatGPT für viele Arbeitsabläufe sehr nützlich sein kann, aber keine Garantie für fehlerfreie Resultate bietet. Wer Ergebnisse veröffentlicht, geschäftlich nutzt oder als Entscheidungsgrundlage heranzieht, sollte wichtige Zahlen, Zitate und Schlussfolgerungen deshalb gegen belastbare Primärquellen prüfen.
Zu den wichtigsten Alternativen gehören Claude, Google Gemini, Microsoft Copilot und Perplexity. Claude ist besonders für lange Text- und Analyseaufgaben bekannt, Gemini ist eng mit dem Google-Ökosystem verbunden, Microsoft Copilot richtet sich stark an Microsoft-365- und Windows-Abläufe und Perplexity setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf Webrecherche mit Quellen. Für Entwickler kommen zusätzlich spezialisierte Coding-Werkzeuge infrage. Wer lokale Verarbeitung oder vollständige Kontrolle über Modelle und Daten benötigt, kann offene Modelle mit lokalen Laufzeitumgebungen prüfen. Welche Alternative besser passt, hängt deshalb weniger von einer einzigen Sternezahl als vom konkreten Arbeitsablauf, Datenschutzbedarf, Preisrahmen und gewünschten Ökosystem ab.
ChatGPT verändert sich besonders schnell. Im August 2026 wurden GPT-5.6, Work, Codex, Aufgaben, Werbung und weitere Funktionen in kurzer Folge aktualisiert. OpenAI hat außerdem o3 am 26. August 2026 aus ChatGPT zurückgezogen; der API-Zugriff ist davon getrennt. Solche Änderungen zeigen, dass Modellnamen, Limits, Tarifdetails, Funktionen und Bewertungszahlen bei einer späteren Aktualisierung erneut direkt geprüft werden müssen. Die hier verwendeten dynamischen Angaben wurden für Deutschland beziehungsweise den deutschsprachigen Markt am 27. August 2026 kontrolliert.