Make
Make ist eine visuelle Cloud-Plattform, mit der sich Apps, Daten und Abläufe ohne Programmierung verbinden und automatisieren lassen. Nutzer bauen Szenarien auf einer grafischen Arbeitsfläche und setzen Auslöser, Aktionen, Filter, Router, Schleifen sowie Fehlerwege zusammen. Bei Bedarf lassen sich HTTP-Anfragen, Webhooks, eigene Apps, JavaScript und Python einbinden. Make richtet sich an Selbstständige, Agenturen, Teams, KMU und Unternehmen, die einfache Datenübertragungen ebenso wie komplexe Prozesse oder KI-Workflows umsetzen möchten. Mehr als 3.000 Integrationen, API-Zugriff, Vorlagen, Rollen und wählbare EU- oder US-Datenregionen erweitern den Einsatz. Ein Gratis-Plan erleichtert den Einstieg; Bezahlpläne rechnen über Credits ab. Das ist flexibel, kann bei vielen Modulaktionen unübersichtlich und teuer werden. Für Anfänger ist die Lernkurve höher als bei einfacheren Automationsdiensten.
Angaben ohne Gewähr. Preise, Funktionen, Testphasen, Angebote und Verfügbarkeit bitte stets vorab direkt beim Anbieter prüfen. Angaben ohne Gewähr. Details bitte direkt beim Anbieter prüfen. Angaben ohne Gewähr. Preise, Funktionen und Verfügbarkeit bitte direkt beim Anbieter prüfen.
Überblick
Make ist eine cloudbasierte Plattform für visuelle Automatisierungen, Datenflüsse und KI-gestützte Abläufe. Nutzer bauen sogenannte Szenarien auf einer grafischen Arbeitsfläche und verbinden darin Apps, Auslöser, Aktionen, Filter, Router, Schleifen und Fehlerwege. So lassen sich einfache Aufgaben wie das Übertragen eines Formular-Kontakts in ein CRM ebenso abbilden wie umfangreiche Prozesse mit mehreren Diensten, APIs, Dateien, Entscheidungen und KI-Modellen. Make richtet sich besonders an Teams, KMU, Agenturen, Selbstständige und technische Fachbereiche, die wiederkehrende Arbeit reduzieren und Abläufe nachvollziehbar steuern möchten.
Der typische Einstieg beginnt mit einer Organisation und der Wahl der Datenregion. Danach wird ein neues Szenario erstellt oder eine Vorlage übernommen. Ein Auslöser startet den Ablauf, etwa ein Zeitplan, ein eingehender Webhook oder ein Ereignis in einer verbundenen App. Weitere Module suchen, erstellen, ändern oder übertragen Daten. Über das visuelle Mapping werden Felder miteinander verbunden. Filter prüfen Bedingungen, Router teilen einen Ablauf in mehrere Wege, Iteratoren verarbeiten Listen einzeln und Aggregatoren fassen Ergebnisse wieder zusammen. Mit „Run once“ lassen sich Testdaten einlesen, bevor ein Szenario dauerhaft aktiviert wird.
Make unterstützt mehr als 3.000 vorgefertigte App-Verbindungen. Fehlt eine passende Integration, können öffentliche Schnittstellen über HTTP angesprochen oder eigene Make-Apps gebaut werden. Webhooks ermöglichen eine sofortige Reaktion auf eingehende Ereignisse. Für technische Erweiterungen stehen die Make-API, OAuth2, Zugriffstoken und viele öffentliche Endpunkte zur Verfügung. Seit April 2026 gibt es außerdem eine offene Make CLI, mit der Entwickler Szenarien, Verbindungen, Datenspeicher und Webhooks über das Terminal verwalten können. JavaScript und Python lassen sich mit Make Code in Abläufe einbauen. Damit deckt Make sowohl klassische No-Code-Automationen als auch Low-Code-Prozesse ab, bei denen einzelne Schritte genauer angepasst werden müssen.
Für KI-Abläufe bietet Make unter anderem ein AI Toolkit, Verbindungen zu vielen KI-Diensten, AI Agents und einen MCP Server. AI Agents können Werkzeuge und Szenarien nutzen, um mehrstufige Aufgaben auszuführen. Der MCP Server verbindet unterstützte KI-Oberflächen mit Make-Szenarien und Aktionen. Zusätzlich stehen Funktionen zur Inhaltsauswertung, Websuche und Datenzuordnung bereit. Einige KI-Funktionen werden noch als Beta oder dynamisch weiterentwickelt. Ergebnisse sollten deshalb geprüft werden, besonders wenn rechtliche, finanzielle oder andere sensible Entscheidungen betroffen sind. Auch der zusätzliche Credit-Verbrauch einzelner KI-Schritte muss vor einem produktiven Einsatz berücksichtigt werden.
Szenarien lassen sich als Blueprint im JSON-Format exportieren und später wieder importieren. Zugangsdaten und App-Verbindungen werden dabei nicht vollständig mitgegeben. Öffentliche Szenario-Links können einen Ablauf sichtbar und kopierbar machen, ohne Anmeldedaten zu teilen. Trotzdem können fest eingetragene Werte in Modulfeldern sichtbar sein und sollten vor einer Freigabe geprüft werden. Make verarbeitet je nach App und Modul unter anderem JSON, XML, CSV, Text, PDF und Binärdateien. Dateigröße, Laufzeit, Protokollspeicherung und API-Limits hängen vom Tarif ab. Für große Dateien oder lange Abläufe reicht der Gratis-Tarif daher oft nicht aus.
Zusammenarbeit erfolgt über Organisationen und Teams. Szenarien, Verbindungen, Apps und Vorlagen können gemeinsam verwaltet werden. Der Teams-Tarif ergänzt Teamrollen und geteilte Szenario-Vorlagen. Enterprise bietet zusätzliche Governance-, Sicherheits- und Supportfunktionen. Dazu gehören je nach Vertrag unter anderem SSO, erweiterte Rechte, Audit-Logs, Domain Claim, längere Protokollspeicherung und ein abgesicherter Unternehmensbetrieb. Make Grid zeigt Automationen und KI-Abläufe in einer gemeinsamen Landschaft. Das Analytics Dashboard hilft dabei, Nutzung, Ausführungen und Leistung zu beobachten. Für wichtige Geschäftsprozesse sollten Rollen, Fehlerwege, Benachrichtigungen und Zuständigkeiten klar festgelegt werden.
Make läuft hauptsächlich als Web-App in der Cloud. Eine vollständige selbst gehostete Ausgabe der Plattform gibt es nicht. Der On-prem Agent kann interne Systeme und Dienste hinter einer Firewall mit Make verbinden, macht die Plattform selbst aber nicht zu einer On-Premise- oder Self-hosted-Lösung. Für Android und iOS gibt es offizielle mobile Apps, die Telefonereignisse, SMS, Kontakte, Fotos, Standortdaten oder Schaltflächen in Szenarien einbinden können. Die Apps ersetzen den vollständigen Szenario-Builder jedoch nicht. Die offizielle Chrome-Erweiterung Make DevTool dient vor allem zur Fehleranalyse von Szenarien, Modulen und API-Aufrufen.
Der dauerhafte Free-Plan kostet nichts und enthält bis zu 1.000 Credits pro Monat. Er eignet sich zum Kennenlernen und für kleine Abläufe, ist aber auf zwei aktive Szenarien, ein Mindestintervall von 15 Minuten und weitere technische Grenzen beschränkt. Bei monatlicher Zahlung nennen aktuelle offizielle Make-Seiten für 10.000 Credits Core mit 12 US-Dollar, Pro mit 21 US-Dollar und Teams mit 38 US-Dollar pro Monat. Bei jährlicher Vorauszahlung zeigt die Preisseite rechnerische Monatswerte von 9, 16 und 29 US-Dollar und wirbt mit mindestens 15 Prozent Ersparnis. Enterprise wird individuell angeboten. Für Deutschland konnte öffentlich kein verbindlicher EUR-Checkout bestätigt werden, deshalb wird kein selbst umgerechneter Europreis als regulärer Anbieterpreis gespeichert.
Credits sind die Abrechnungseinheit von Make. Viele Modulaktionen verbrauchen jeweils einen Credit, während komplexe KI- oder Code-Schritte mehr benötigen können. Ein Szenariolauf kann deshalb je nach Anzahl der Module, verarbeiteten Datensätze und Wiederholungen sehr unterschiedlich teuer werden. Nicht verbrauchte Credits verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums. Sind keine Credits mehr vorhanden, können Szenarien stoppen. Für Core, Pro und Teams sind Zusatzkäufe und automatische Nachkäufe vorgesehen. Vor einer Tarifwahl sollte ein typischer Ablauf mit realistischen Daten getestet und der monatliche Verbrauch hochgerechnet werden. Ein dauerhafter Gratis-Plan ist vorhanden, eine allgemeine zeitlich begrenzte Testphase oder Geld-zurück-Garantie wurde dagegen nicht bestätigt.
Bei Datenschutz und Sicherheit bietet Make eine wählbare EU- oder US-Datenregion, ein Data Processing Agreement, dokumentierte Unterauftragsverarbeiter und technische Sicherheitsmaßnahmen. Die Datenregion wird beim Erstellen einer Organisation gewählt und kann laut Hilfe später nicht einfach geändert werden. Make nennt unter anderem ISO 27001, SOC 2 Type II, SOC 3, Verschlüsselung und Mehrfaktor-Anmeldung. Eine pauschale Aussage, jeder Einsatz sei automatisch DSGVO-konform, wäre dennoch falsch. Entscheidend sind die verarbeiteten Daten, Einwilligungen, verbundenen Apps, verwendeten KI-Anbieter, Datenregionen und die eigene Konfiguration. Besonders bei sensiblen Daten sollten DPA, Unterauftragsverarbeiter und Lösch- oder Aufbewahrungsregeln geprüft werden.
Die größte Stärke von Make ist die flexible, sichtbare Prozesslogik. Mehrstufige Abläufe bleiben besser nachvollziehbar als bei sehr einfachen Auslöser-Aktions-Diensten. Gleichzeitig steigt mit der Zahl der Module auch der Lern-, Pflege- und Kontrollaufwand. Fehlerbehandlung, Datenmapping und Credit-Kalkulation können für Anfänger anspruchsvoll sein. Die Oberfläche ist aktuell auf Englisch und Tschechisch belegt; eine deutsche Benutzeroberfläche ist nicht bestätigt. Wer möglichst schnell sehr einfache Automationen bauen möchte, kann Zapier oder IFTTT prüfen. Für Self-hosting und technische Kontrolle ist n8n eine wichtige Alternative. Microsoft Power Automate passt besonders zum Microsoft-Umfeld, während Workato und Tray.ai stärker auf große Unternehmenslandschaften zielen.
Vorteile
- ✓Komplexe Abläufe bleiben visuell nachvollziehbar
- ✓Mehr als 3.000 App-Verbindungen stehen bereit
- ✓HTTP und eigene Apps schließen Integrationslücken
- ✓Router, Filter und Schleifen bieten flexible Logik
- ✓Webhooks ermöglichen Reaktionen in Echtzeit
- ✓JavaScript und Python erweitern No-Code-Abläufe
- ✓Der Gratis-Plan hat kein festes Zeitlimit
- ✓API-Zugang ist bereits im Core-Tarif enthalten
- ✓Blueprints erleichtern Sicherung und Übertragung
- ✓Fehlerwege und Protokolle unterstützen den Betrieb
- ✓EU- oder US-Datenregion kann gewählt werden
- ✓DPA und Sicherheitsnachweise sind veröffentlicht
- ✓Teamrollen und Governance-Funktionen sind verfügbar
- ✓KI-Agenten und MCP lassen sich direkt einbinden
- ✓On-prem Agent verbindet interne Systeme mit der Cloud
Nachteile
- ×Die Lernkurve ist höher als bei einfachen Automationsdiensten
- ×Viele Modulaktionen können den Credit-Verbrauch stark erhöhen
- ×Komplexe Szenarien erschweren eine genaue Kostenplanung
- ×Nicht verbrauchte Credits verfallen am Laufzeitende
- ×Szenarien können bei aufgebrauchten Credits stoppen
- ×Die Hauptplattform lässt sich nicht selbst hosten
- ×Eine vollwertige Offline-Nutzung ist nicht möglich
- ×Die Oberfläche ist nur auf Englisch und Tschechisch belegt
- ×Viele Governance-Funktionen benötigen höhere Tarife
- ×Dateigröße, Laufzeit, Logs und API sind tarifbegrenzt
- ×Die Datenregion lässt sich später nicht einfach wechseln
- ×Einige KI-Funktionen befinden sich noch in Entwicklung
- ×Die mobilen Apps werden deutlich schwächer bewertet
- ×Fehleranalyse kann bei großen Abläufen technisch werden
- ×Externe Apps und KI-Anbieter erhöhen Datenschutzaufwand
- ×Eine allgemeine Geld-zurück-Garantie ist nicht bestätigt
- ×Ein öffentlicher deutscher EUR-Preis fehlt derzeit
Funktionen
- ✓Visueller Builder für mehrstufige Automationen
- ✓Auslöser, Aktionen und Suchmodule kombinieren
- ✓Webhooks für sofortige Ereignisse verarbeiten
- ✓Filter und Router für unterschiedliche Prozesswege
- ✓Iteratoren und Aggregatoren für Listen und Datensätze
- ✓Datenfelder zwischen Apps visuell zuordnen
- ✓Text, Zahlen, Datumswerte und Datenformate umwandeln
- ✓Fehlerwege, Wiederholungen und Abbrüche steuern
- ✓Mehr als 3.000 vorgefertigte Apps verbinden
- ✓Beliebige öffentliche APIs über HTTP ansprechen
- ✓Eigene Make-Apps für Schnittstellen entwickeln
- ✓Make-API mit Token und OAuth2 verwenden
- ✓Make CLI zur Verwaltung per Terminal verwenden
- ✓JavaScript und Python in Workflows ausführen
- ✓KI-Modelle und AI Toolkit in Abläufe einbauen
- ✓AI Agents mit Szenarien und Werkzeugen ausstatten
- ✓MCP Server für KI-Zugriffe auf Szenarien nutzen
- ✓Szenarien als JSON-Blueprint exportieren und importieren
- ✓Vorlagen und Szenario-Links mit anderen teilen
- ✓Teams, Rollen und gemeinsame Verbindungen verwalten
- ✓Ausführungen, Fehler und Verbrauch überwachen
- ✓Analytics Dashboard und Make Grid nutzen
- ✓Mobile Ereignisse über Android und iOS einbinden
- ✓Lokale Systeme über den On-prem Agent verbinden
- ✓Make DevTool zur Fehleranalyse im Browser verwenden
- ✓EU- oder US-Datenregion je Organisation wählen
Geeignet für
- ✓Teams mit wiederkehrenden Abläufen zwischen mehreren Apps
- ✓KMU mit vielen manuellen Datenübertragungen
- ✓Agenturen mit standardisierten Kundenprozessen
- ✓Selbstständige mit wachsendem Automationsbedarf
- ✓Marketing- und Vertriebsteams mit mehreren Systemen
- ✓Operations-Teams für bereichsübergreifende Prozesse
- ✓Online-Shops für Bestellungen, Lager und Versanddaten
- ✓SaaS-Unternehmen mit API- und Datenintegrationen
- ✓Entwickler für HTTP, Webhooks und eigene Apps
- ✓IT-Teams für kontrollierte Cloud-Automationen
- ✓Unternehmen mit mehrstufigen Entscheidungswegen
- ✓Teams, die KI in überprüfbare Abläufe einbauen
- ✓Nutzer, die Daten zwischen CRM und Tabellen abgleichen
- ✓Organisationen mit Bedarf an EU-Datenregionen
Nicht geeignet für
- ×Pflicht zu vollständig selbst gehosteter Automatisierung
- ×Dauerhafte Offline-Nutzung ohne Cloud-Verbindung
- ×Sehr einfache Privatabläufe ohne Einarbeitung
- ×Fester Pauschalpreis unabhängig von Aktionen
- ×Hochsensible Daten ohne Datenschutzprüfung
- ×Prozesse ohne Überwachung und Fehlerbehandlung
- ×Sehr große Dateien im niedrigen Tarif
- ×Sehr lange Abläufe über den Tarifgrenzen
- ×Eine deutsche Benutzeroberfläche als Pflicht
- ×Mobile App als Ersatz für den Web-Builder
- ×Reine Desktop-RPA ohne APIs oder Cloud-Dienste
- ×Ungeprüfte KI-Entscheidungen in sensiblen Bereichen
Eckdaten
Bewertungen
Öffentliche Bewertungen aus bekannten Quellen.
Alternativen
GoHighLevel (HighLevel)Analyse & Tracking★★★★★★★★★★4,9
LovableEntwickler-Tools & APIs★★★★★★★★★★4,6
GoHighLevel (HighLevel)Analyse & Tracking★★★★★★★★★★4,9
LovableEntwickler-Tools & APIs★★★★★★★★★★4,6
GoHighLevel (HighLevel)Analyse & Tracking★★★★★★★★★★4,9
LovableEntwickler-Tools & APIs★★★★★★★★★★4,6
Microsoft 365 CopilotAutomatisierung★★★★★★★★★★4,5
CanvaBildung & Lernen★★★★★★★★★★4,8Ähnliche Tools für Ihre Auswahl
Entdecken Sie beliebte Tools mit ähnlichen Funktionen und Anwendungsbereichen.
GoHighLevel (HighLevel)★★★★★★★★★★4,9
Lovable★★★★★★★★★★4,6
Microsoft 365 Copilot★★★★★★★★★★4,5
Canva★★★★★★★★★★4,8