Duda ist eine cloudbasierte Website-Plattform für Agenturen, Freelancer und Unternehmen, die Websites für Kunden oder viele Geschäftsstandorte erstellen und dauerhaft verwalten. Im Mittelpunkt steht ein visueller Website-Builder mit responsiver Bearbeitung für Desktop, Tablet und Mobilgeräte. Dazu kommen Vorlagen, globale Designregeln, dynamische Seiten, verbundene Daten, Mehrsprachigkeit, Personalisierung, KI-Hilfen, integriertes Hosting und Werkzeuge für die Zusammenarbeit mit Kunden. Der typische Nutzen liegt deshalb weniger in einer einzelnen DIY-Website als in wiederholbaren, zentral gesteuerten Produktions- und Betreuungsabläufen.
Beim Aufbau einer Website kann mit einer Vorlage oder einem eigenen Grundlayout begonnen werden. Globale Farben, Schriften und weitere Designregeln sorgen dafür, dass Änderungen nicht auf jeder Seite einzeln wiederholt werden müssen. Eigene Sections und Templates lassen sich für spätere Projekte speichern. Duda unterstützt bis zu 1.000 Seiten pro Website und unbegrenzte Formularübermittlungen in den regulären Account-Tarifen. Im klassischen Editor lassen sich HTML und CSS gezielt anpassen; in Editor 2.0 ist CSS-Anpassung über den Entwicklermodus möglich, direkte HTML-Anpassung laut Duda jedoch nicht. Für Agenturen ist besonders relevant, dass Entwürfe als Projekte angelegt werden können, während die Kostenstruktur zusätzlich danach unterscheidet, welche Projekte tatsächlich veröffentlicht werden.
Für wiederkehrende Inhalte stehen Connected Data und dynamische Seiten zur Verfügung. Damit können Daten wie Standorte, Leistungen oder andere strukturierte Angaben zentral gepflegt und auf mehreren Seiten ausgespielt werden, statt jede Seite manuell zu aktualisieren. Personalisierungsregeln können Inhalte abhängig von definierten Besuchermerkmalen verändern. Diese Personalisierung wird laut Duda jedoch nicht auf mehrsprachigen Websites oder dynamischen Seiten unterstützt. Mehrsprachige Websites lassen sich innerhalb eines Projekts verwalten; Duda nennt mehr als 55 Zielsprachen für Websites. KI-Funktionen unterstützen unter anderem bei Texten, Metadaten, Alt-Texten, Website-Inhalten und eigenen Editor-Widgets. Solche Hilfen ersetzen keine redaktionelle Prüfung, können aber Routinearbeit in wiederkehrenden Kundenprojekten verkürzen.
Die Plattform ist deutlich auf Zusammenarbeit mit Kunden ausgerichtet. Teammitglieder und Kunden erhalten getrennte Konten und rollenbasierte Rechte, sodass etwa Inhalte bearbeitet werden können, ohne gleichzeitig Design, Code oder Veröffentlichung freizugeben. Site Comments verankern Rückmeldungen direkt an Seiten und Elemente, während Content Collection Texte, Bilder und andere Angaben strukturiert vom Kunden einsammelt. Ab höheren Tarifen kommen White-Label-Funktionen hinzu. Damit können Kundenportal, Login, Analysen, Plattform- und E-Mail-Domain je nach Tarif stärker unter der eigenen Agenturmarke erscheinen. Client Billing ergänzt einmalige und wiederkehrende Zahlungen über Stripe.
Duda wird als SaaS betrieben und übernimmt damit einen großen Teil des technischen Betriebs. Veröffentlichte Websites laufen auf AWS, SSL-Zertifikate werden automatisch bereitgestellt und erneuert, Backups lassen sich automatisch beziehungsweise manuell anlegen. Die Sicherheitsseite nennt außerdem DDoS-Schutz, MFA, SSO, HTTPS und TLS 1.2/1.3 für Datenübertragungen sowie AES-256 für Daten im Ruhezustand. Duda nennt eine ISO/IEC-27001:2022-Zertifizierung und eine SOC-2-Type-II-Prüfung. Diese Angaben sind wichtige Sicherheitsnachweise, bedeuten aber keine pauschale rechtliche Garantie für jede konkrete Website oder jede eingebundene Drittanbieter-App.
Der reguläre Basic-Tarif kostet aktuell 25 US-Dollar pro Monat bei monatlicher Zahlung und enthält ein veröffentlichtes Website-Builder-Projekt. Auf der Preisseite wird zusätzlich ein Wert von 19 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Abrechnung gezeigt; Jahrespläne werden laut Duda im Voraus berechnet. Da für Deutschland beziehungsweise die Eurozone auf der offiziellen Seite kein eigener EUR-Preis bestätigt wurde, bleibt in den ToolWissen-Rohdaten der Originalpreis in USD erhalten. Einen dauerhaften Gratis-Tarif gibt es nicht. Die echte Testphase beträgt 14 Tage und verlangt keine Kreditkarte; zusätzlich nennt Duda eine 30-Tage-Geld-zurück-Regel. Team, Agency, White Label und Custom erweitern unter anderem Sitze, Websites, Branding, Support und Automatisierung.
Zusätzliche veröffentlichte Websites werden separat berechnet. Basic nennt dafür aktuell 19 US-Dollar pro Monat oder 171 US-Dollar pro Jahr; bei Team, Agency und White Label nennt Duda 17 US-Dollar pro Monat oder 168 US-Dollar pro Jahr. Agency und White Label enthalten vier veröffentlichte Projekte, Team und Basic jeweils eines. E-Commerce und Bookings besitzen eigene Zusatzpakete und können weitere Kosten verursachen. Der Duda App Store erweitert einzelne Websites um Drittanbieter-Apps, deren Preise, Bedingungen und Datenschutzregeln zusätzlich gelten. Für Kundenprojekte ist deshalb nicht nur der Account-Tarif wichtig, sondern auch die Zahl veröffentlichter Websites und die tatsächlich eingesetzten Zusatzdienste.
Für Automatisierung und Integrationen bietet Duda mehrere Ebenen. Zapier ist in bestimmten Tarifen nur eingeschränkt verfügbar, während die aktuelle Preistabelle öffentlichen API-Zugang dem Custom-Tarif zuordnet. Die REST-API arbeitet über HTTPS und JSON; die Entwicklerdokumentation nennt ein globales Limit von zehn API-Aufrufen pro Sekunde sowie zusätzliche Limits für einzelne Endpunkte. Webhooks senden Ereignisse als HTTP-POST mit JSON an externe Systeme und können damit etwa eigene Abläufe anstoßen. Duda dokumentiert außerdem MCP-Zugriff für unterstützte KI- und Agentenabläufe; die Entwicklerdokumentation kennzeichnet MCP derzeit als sich weiterentwickelnde Beta-Funktion. Für technisch größere Setups muss deshalb genau geprüft werden, welche Integrationsfunktion im gewünschten Tarif tatsächlich freigeschaltet ist.
Ein wichtiger Punkt für die Datenportabilität ist der Website-Codeexport. Veröffentlichte Websites können ab Agency als ZIP mit HTML, CSS, JavaScript und Medien exportiert werden. Dieser Export ist hilfreich, aber keine vollständige portable Duda-Projektdatei. Mitgliedschaftsdaten und Daten installierter Apps werden nicht vollständig mitgenommen; Duda-spezifische Plattformfunktionen können nach dem Export wegfallen. Eine exportierte Website lässt sich außerdem nicht einfach als vollständiges Projekt zurück in Duda importieren. Für einen Wechsel zwischen Duda-Konten ist stattdessen die Transferfunktion vorgesehen. Wer langfristig maximale Systemunabhängigkeit benötigt, sollte diese Grenzen vor dem Start berücksichtigen.
Die Hauptanwendung läuft im Browser als Web-App und Cloud-Dienst. Eine vollwertige native Desktopsoftware gehört nicht zum Kernprodukt. Mobile Bearbeitung ist möglich, unterstützt laut aktueller Hilfedokumentation jedoch Editor 2.0 nicht. Bei gleichnamigen Apps in öffentlichen App-Stores ist Vorsicht nötig: mehrere Treffer mit dem Namen Duda gehören zu anderen Anbietern und dürfen nicht mit Duda, Inc. verwechselt werden. Für die Benutzeroberfläche nennt die aktuelle Entwicklerdokumentation unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch und Arabisch. Andere Supportseiten zeigen teilweise kleinere Sprachlisten, weshalb einzelne Oberflächensprachen bei späteren Aktualisierungen erneut geprüft werden sollten.
Beim Datenschutz ist entscheidend, zwischen Dudas eigener Rolle und der Rolle des jeweiligen Website-Betreibers zu unterscheiden. Die aktuelle Datenschutzerklärung nennt Duda, Inc. in Palo Alto als verantwortliche Gesellschaft für die dort beschriebenen Vorgänge. Das Data Processing Addendum vom August 2026 beschreibt Duda bei der Verarbeitung von Kundendaten typischerweise als Auftragsverarbeiter; in White-Label- oder Reseller-Konstellationen kann Duda Unterauftragsverarbeiter sein. Die Subprozessorliste umfasst Infrastruktur-, Analyse-, Support-, Zahlungs-, KI- und Integrationsanbieter in mehreren Ländern. Duda bietet Europe-only Hosting in Frankfurt als Option, doch Apps, Trackingdienste und andere Dienste müssen zusätzlich einzeln bewertet werden. Für KI-Funktionen erklärt Duda außerdem, personenbezogene Kundendaten, die über KI-Funktionen übermittelt oder erzeugt werden, nicht zum Training allgemeiner oder kundenübergreifender KI-Modelle zu nutzen, sofern dies nicht ausdrücklich schriftlich erlaubt wurde.
Für Cookie- und Einwilligungsmanagement stellt Duda Datenschutzseiten, Cookie-Hinweise und Tracking-Schalter bereit und verweist auf zusätzliche Consent-Integrationen. Die Hilfedokumentation weist zugleich darauf hin, dass bestimmter Code im Header technisch nicht in jedem Fall vor der Zustimmung durch eine Consent-App blockiert werden kann. Bei zustimmungspflichtigem Tracking sollte deshalb geprüft werden, wo Skripte eingebunden werden und welche Einwilligungslogik tatsächlich greift. Die Sicherheits- und Datenschutzfunktionen können eine datenschutzfreundliche Umsetzung unterstützen, ersetzen aber weder die Konfiguration der konkreten Website noch die rechtliche Prüfung des jeweiligen Einsatzes.
Bei externen Nutzerbewertungen ist G2 aktuell die größte bestätigte direkte Quelle: 4,6 von 5 Sternen bei 791 Bewertungen. Capterra, GetApp und Software Advice zeigen jeweils 4,5 von 5 bei 214 Bewertungen; diese drei Profile gehören zum Gartner-Digital-Markets-Umfeld und weisen einen überlappenden Bestand auf, weshalb ihre Bewertungszahlen nicht addiert werden dürfen. Trustpilot zeigt 4,6 von 5 bei 196 Reviews, SaaSworthy 3,5 von 5 bei 147 Ratings und TrustRadius 9 von 10 bei 17 Reviews and Ratings. Wiederkehrend positiv genannt werden Bedienbarkeit, Agenturworkflows und schnelle Website-Erstellung; als Grenzen erscheinen unter anderem Kosten, Integrationen, E-Commerce-Tiefe und einzelne Anpassungen.
Duda passt besonders gut zu Agenturen, Freelancern und Webteams, die viele Kundenwebsites mit wiederverwendbaren Strukturen, geregelten Kundenzugriffen und verwaltetem Hosting betreiben möchten. Weniger passend ist die Plattform für Projekte, die zwingendes Self-hosting, vollständigen Serverzugriff, eine frei wählbare Backend-Infrastruktur oder maximale Portabilität aller Daten verlangen. Für stark spezialisierte Shops ist Shopify häufig die direktere Commerce-Lösung; WordPress bietet mehr Offenheit und Plugin-Auswahl, verlangt aber mehr Eigenbetrieb; Webflow und Framer sind interessante Alternativen für designorientierte Websites. Wix und Squarespace richten sich stärker an klassische Einzelwebsite- und DIY-Szenarien.
Die aktuelle Duda-Preisseite führt zusätzlich Duda Vibe mit eigenen Projektpreisen und Funktionen wie integriertem Backend, Cloud-Speicher, Authentifizierung und visueller Bearbeitung. Der vorliegende ToolWissen-Eintrag beschreibt Duda als Gesamtplattform mit Schwerpunkt auf dem etablierten Website Builder und den Agenturwerkzeugen. Bei künftigen Aktualisierungen sollte geprüft werden, ob Duda Vibe stärker als eigener Produkttyp oder als vollständig integrierter Bestandteil derselben Toolseite behandelt werden muss. Gleiches gilt für Agentic SEO und weitere neue KI-Funktionen, weil Duda diese Bereiche sichtbar ausbaut und Tarifzuordnungen sich dadurch ändern können.